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  Wiener Glasharmonika Duo
 
 
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Christa und Gerald Schönfeldinger

Die Welt der Glasklänge eröffnet sich dem Ehepaar Christa und Gerald Schönfeldinger Anfang der Neunzigerjahre. Zunächst haben sie nach ihrem Violinstudium die Orchesterlaufbahn eingeschlagen. Gerald, Spross einer westpannonischen Musikantenfamilie in der bereits fünften Generation, und Christa, als gebürtige Wienerin infiltriert mit dem Gefühl für Melodie und Rhythmus.

 

Dann ist es ausgerechnet ein Musikrätsel in den Salzburger Nachrichten, das das Ehepaar auf ein ganz spezielles Instrument aufmerksam werden lässt: die Glasharmonika. Sie wird den weiteren künstlerischen Lebensweg der beiden bestimmen.

Man besucht eine historische Ausstellung der Instrumentensammlung in der Wiener Hofburg und wird erstmals der rotierenden Walze mit den ineinander geschobenen Glasschalen ansichtig. Ein Besuch in München beim Instrumentenbauer Sascha Reckert, aus dessen Fundus auch das von ihm entwickelte Verrophon wie auf seine Entdeckung wartet, bekräftigt den Entschluss zur intensiven Beschäftigung mit den Möglichkeiten der Musik aus Glas. Sie führt schließlich zur Gründung des Wiener Glasharmonika Duos.

 

Damit war auch die Wiederentdeckung eines Instrumentes vollzogen, das nach seiner sensationellen Karriere im 18. Jahrhundert in einen fast zweihundertjährigen Dornröschenschlaf versunken war.

 


Heute gehört das Ehepaar zu den weltweit führenden Interpreten auf Glasharmonika und Verrophon. Man konnte nicht nur die teilweise überlieferten "historischen" Spieltechniken auf ein neues Niveau stellen, sondern das Spiel auf den Glasinstrumenten mit neuen Techniken und zeitgenössischen Musikästhetiken zu ungeahnten klanglichen Wirkungsmöglichkeiten erweitern.

Ungebrochen ist auch der Entdeckungsprozess, die Klanggeheimnisse aus Glas betreffend. Er ist die wichtigste Triebfeder einerseits für den Komponisten Gerald Schönfeldinger, die sich in zahlreichen CD-Einspielungen manifestiert und, losgelöst vom gewohnten Konzertbetrieb, dem Publikum auch live eine Symbiose von poetischer Kammermusik und meditativen Klangwelten ungeahnter Intensität bietet. Andererseits evoziert der stete Entdeckungsprozess auch die Entwicklung neuer Projekte in variierender Zusammenarbeit mit Künstlern mehrerer Genres. So traf man sich mit so verschieden gelagerten Künstlerpersönlichkeiten wie Senta Berger, Ruth Maria Kubitschek, Erika Pluhar, Christiane Hörbiger, Peter Uray, Peter Wagner und Christian Ludwig Attersee zur Zusammenarbeit.

 

Das Repertoire des Ensembles reicht von den überlieferten Standardwerken für Glasharmonika (W. Mozart, J. Reichardt, C. Röllig, A. Schulz) über Orchester- und Opernliteratur (Donizetti, Saint-Saëns, R. Strauss) zu zahlreichen Bearbeitungen (u.a. Mozart, Grieg, Satie, Morricone) und zur Avantgarde (u.a. Arvo Pärt, Jörg Widmann).

 

Zeitgenössische Komponisten bezogen Inspiration zu neuen Werken. 

Jörg Widmann betitelte sein bei der Int. Mozartwoche Salzburg 2007 von den Wiener Philharmonikern unter Pierre Boulez und Christa Schönfeldinger uraufgeführtes Werk "Armonica".

 

Konzertiert wurde u.a. gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern, Wiener Symphonikern, Dresden Philharmonic SWR Saarbrücken/ SWR Freiburg , Amati Quartett, Armonico Tributo Austria. Einladungen erfolgten an den Musikverein Wien, Klangbogen Wien, Festwocheneröffnung Wien, Int. Mozartwoche Salzburg, Carinthischer Sommer, Int. Haydn Tage Eisenstadt, Dresdner Musikfestspiele, Mozartwoche Würzburg, Berlin, Bayreuth, Paris, Warschauer Philharmonie, Teatro Filharmonici Milano, Rom, Florenz, Helsinki, Amsterdam, usw ...

peter wagner